Angst ist ein wichtiger Selbstschutz. Sie schützt vor Waghalsigkeit und mobilisiert bei Gefahr ungeahnte Kräfte. Wenn Angst aber zum ständigen Begleiter der Kinder und Jugendlichen wird, sie die Gedanken dominiert, den Alltag einschränkt und Körper und Seele „attackiert“, verliert sie ihre natürliche Rolle.

Zu den häufigsten Angststörungen zählen:

  1. Generalisierte Angststörung(Angst um die Familie, Entwicklung in der Schule, Zukunft)
  2. Soziale Phobie(Angst vor Aufmerksamkeit, Prüfungsangst, Bindungsängste)
  3. Panikstörung(anfallartige Angstzustände, Panikattacken)
  4. Agoraphobie(Angst vor Menschenmengen, öffentlichen Plätzen, Reisen)
  5. Isolierte Phobien(Klaustrophobie, Tierphobie, Zahnarztphobie, Höhenangst ...)

 

Panikattacken

Bei einer Panikattacke treten vorübergehend sehr starke körperliche und psychische Symptome auf

  1.  Herzrasen
  2. Zittern
  3. Schwindel
  4. Atemnot
  5. Katastrophenfantasien.

Das Angst-und-Panik-Karussell verlassen

Um den Kindern und Jugendlichen den Ausstieg aus dem Angst-und-Panik-Karussell zu ermöglichen, werden im Gezeiten Haus zunächst Denkstrategien entwickelt und achtsamkeitsbasierte Entspannungsmethoden geübt, um mit Angst und Panik zukünftig gelassener umgehen zu können. Wissen rund um das Thema Angststörungen und Panikstörungen wird aufgebaut, um sich selbst besser zu verstehen und zu regulieren. Dabei wird auch „hinter“ die Angst geschaut: Warum ist sie in dieser Lebenssituation so akut geworden? Weist die Angst auf eine andere Erkrankung hin, wie etwa ein Burnout, eine Depression oder ein Trauma?