Burnout ist als Zusatzdiagnose Z 73 („Probleme bei der Lebensbewältigung“) anerkannt. Sie ergänzt in der Regel seelische oder körperliche Hauptdiagnosen, die mit dem Burnout einhergehen.

Zu den vordergründigen Beschwerden gehören unter anderem: Herz- und Kreislaufprobleme, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, funktionelle Magen-Darm- Beschwerden, gehäufte Infekte, chronische Schmerzen, Tinnitus, Angststörung, Erschöpfung und Depression.

Im Gezeiten Haus werden sowohl die Symptome als auch ihre Ursachen interdisziplinär und multimodal therapiert. Dabei werden psychosomatische, psychotherapeutische, psychiatrische, allgemeinmedizinische, internistische sowie traditionell chinesische Behandlungsmethoden (TCM) integriert. Der individuelle Behandlungsplan orientiert sich an den Leitlinien der Hauptdiagnose.

Die Burn-down-Spirale

Burnout als Risikozustand ist eine prozesshafte Entwicklung, in deren Verlauf sich das Stresssystem, das sich selbst regulieren kann, zu einem Hyperstress-System entwickelt. Bereits bei kleinsten Anforderungen setzt im Hyperstress-System eine Stressreaktion ein. Unverhältnismäßig viele Stresshormone werden ausgeschüttet. Das gestörte Stresssystem befindet sich im „Daueralarm“ (Angst, Verzweiflung, Kontrollverlust/Durchdrehen) oder „Stillstand“ (Erschöpfung, Ohnmacht, Zusammenbruch).

"Schleichender" Prozess im Burnout

  1. Erschöpfung
  2. Schlafstörungen
  3. Gehäufte Infekte
  4. Rückenschmerzen
  5. Rückzug/Sinnlosigkeit
  6. Leistungsabfall/Antriebslosigkeit
  7. Folgeerkrankungen: Angst/Panik, Herz-/Kreislaufstörungen, Depression , Tinnitus ....

Lebenskrise

Die Betroffenen fühlen sich oftmals „ausgelaugt“, distanzieren sich innerlich von ihrer Umwelt, erleben ihr Tun als sinnlos oder können ihre Konzentration und Kompetenz nicht mehr so leicht wie früher bzw. nur noch mit immer größer werdendem Aufwand einbringen.

 

Wege aus dem Burnout

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Trailer zum Buch

Burnout:
Wenn die Maske zerbricht

von Dr. Manfred Nelting,
Gründer des Gezeiten Hauses