Bei Kindern und Jugendlichen, die unter einer Lernstörung leiden, setzten die Ärzte und Therapeuten im Gezeiten Haus auf multimodale Diagnostik. Nur so können die vielfältigen Symptome sowie die Ursachen der Lernstörung bei jedem Kind oder Jugendlichen individuell verstanden und anschließend behandelt werden.

Unter Lernstörung versteht man eine Entwicklungsstörung, die oft auch als Lernschwäche bezeichnet wird. Betroffene Kinder und Jugendliche haben bei normaler Intelligenz im Vergleich mit Gleichaltrigen Defizite beim Schreiben, Lesen oder Rechnen. Neben den Eltern sind es aber meist die Kinder und Jugendlichen, die darunter leiden. 

Wie wirken sich Lernstörungen auf das Kind oder den Jugendlichen aus?

Hinter dem Oberbegriff Lernstörung verbirgt sich eine Vielzahl von Ursachen, Defiziten und Störungen. Die gängigen Symptome, die einer Lernstörung zugeordnet werden können, sind:

  1. Lese- und Rechtschreibstörung (Legasthenie)
  2. Rechenschwäche (Dyskalkulie)

Sekundäre Begleitsymptomatiken

Aus einer Lernstörung heraus bilden sich oft auffällige sekundäre Begleitsymtomatiken, die bei der Behandlung einer Lernstörung mit in den Behandlungsprozess einfließen müssen. Hierbei handelt es sich meist um: 

  1. Schulunlust
  2. Schulangst
  3. Motivationsverlust
  4. Selbstwertprobleme
  5. Depressivität
  6. sozialer Rückzug und soziale Anpassungsschwierigkeiten
  7. Impulsivität/Agressivität

Individuelle Behandlung und Betreuung

Kinder und Jugendliche, die im Gezeiten Haus aufgenommen werden, erhalten nicht nur von therapeutischer Seite die individuelle Behandlungin in einem multimodalen Therapiesetting, sondern zusätzlich schaffen wir durch unser schulischen Ersatzunterricht auf unserem Klinikgelände die Voraussetzungen, dass für jedes Kind oder jeden Jugendlichen eine angemessene individuelle schulische Perspektive gefunden wird.