COVID-19

Aktuelle Information zu COVID-19

Sehr geehrte Damen und Herren,

um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und unsere Patienten und deren Angehörige sowie unsere Mitarbeiter zu schützen, haben wir diverse Maßnahmen beschlossen, die für alle Gezeiten Haus Kliniken gelten.

Der medizinische Betrieb läuft in unseren Kliniken mit speziellen Anpassungen und unter strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen weiter. Dazu zählt u.a., dass Besuche nur in Ausnahmefällen gestattet sind. Wir sind dabei in kontinuierlichem Austausch und enger Abstimmung mit dem Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit der Universität Bonn und den zuständigen Gesundheitsämtern und unter der Maßgabe der Richtlinien des Robert-Koch-Instituts. Eine aktuelle Übersicht über die getroffenen Maßnahmen finden Sie untenstehend.

Selbstverständlich nehmen wir unsere Verantwortung auch in der Corona-Krisenzeit wahr und sind weiterhin für Sie da, denn gerade in solchen Zeiten können psychische Belastungen und Krisen gehäuft oder verstärkt auftreten. Wir versuchen weiter, möglichst vielen Patienten die notwendige stationäre psychosomatische  Behandlung zu ermöglichen und in der gewohnten Intensität und Qualität zu gewährleisten.

Deshalb nehmen nach wie vor Patienten auf, jedoch unter bestimmten Voraussetzungen.  Bitte kontaktieren Sie unser Beratungsbüro unter 0228/7488-101, das Ihnen gerne detailliert Auskunft gibt und für Ihre Fragen zur Verfügung steht.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Das Gezeiten Haus Team

 

Folgende generelle Maßnahmen gelten derzeit in unseren Kliniken: 

  • Hygienevorschriften werden in den Häusern an diversen Stellen kommuniziert und auf deren Einhaltung geachtet. Es gibt in jeder unserer Kliniken Hygienebeauftragte.
  • Alle Personen, die Zugang zu unseren Kliniken haben, unterlaufen vorab ein Riskioscreening. Bei unklarer Kontaktsituation und/oder Erkältungssymptomen ist eine vorherige telefonische Abklärung erforderlich. Das trifft vor allem auch auf unsere Tagesklinik-Patienten zu.
  • Direkte persönliche Kontakte und Außenkontakte sowie Reisetätigkeiten, werden auf ein Minimum beschränkt. Die Reduktion von Kontakten außerhalb der Klinik bezieht sich auch bei uns auf alle nicht zwingend notwendigen Situationen, so z.B. den Besuch von Geschäften. Während dieser Maßnahmen zum Infektionsschutz bieten wir Ihnen einen Einkaufsservice an.
  • Alle Situationen im Behandlungsverlauf sind räumlich und organisatorisch in einer Weise angepasst, dass wir Ihnen die Behandlung wie üblich unter kontinuierlicher Einhaltung  der Abstandsregeln anbieten können, u.a. in den Einzeltherapien durch entsprechenden Abstand, den Gruppentherapien durch kleinere Gruppen und bei den Mahlzeiten durch Änderung der Essenzeiten und der Tischordnung.
  • Bei den Körpertherapien verzichten wir völlig auf Körperberührungen, so dass Massage- und Akupunkturverfahren nicht angewendet werden, stattdessen setzen die Kolleginnen und Kollegen vermehrt Selbst-Akupressur, Arbeit mit dem Meridianklopfer und andere aktive Verfahren ein. Musik-, Gestaltungs-, Tanztherapie und alle weiteren Verfahren, die wir auch sonst in Gruppen anbieten, finden statt, in der Regel mit weniger Personen. Paar- und Familiengespräche können zurzeit leider nicht stattfinden.
  • Die Besuchsregelungen müssen leider in der Weise eingeschränkt werden, dass Sie nur außerhalb der Klinik enge Angehörige zu einem gemeinsamen Spaziergang empfangen können. Belastungserprobungen mit Besuchen zu Hause dürfen wir bis auf aeiteres nicht gewähren.
  • Unser Beratungsteam achtet in den telefonischen Vorgesprächen jetzt sehr darauf, die Menschen, die sich für einen stationären oder teilstationären Aufenthalt bei uns interessieren, nicht nur gut zu beraten sondern auch abzuklären, ob ein Aufenthalt eventuell zu viele Risiken beinhalten würde, was im Falle von zu hohem Alter oder somatischen Vorerkrankungen wie Herz- oder Lungenkrankheiten der Fall sein könnte. Mit allen potentiellen Patienten findet vor einer Aufnahme nach wie vor ein persönliches, überwiegend jedoch  telefonisch geführtes Gespräch mit unseren Ärzten statt.
  • Veranstaltungen in den Gezeiten Haus Kliniken und der Akademie sowie die Teilnahme von Gezeiten Haus-Mitarbeitern an Veranstaltungen sind zunächst bis Ende Mai 2020 abgesagt bzw. untersagt.

Patienten und Mitarbeiter werden fortlaufend über aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen durch den eingerichteten Krisenstab informiert.

 

Offener Brief der Chefärztinnen und Chefärzte

Liebe Interessentinnen und Interessenten, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitmenschen,

das Leben von uns allen wird seit einigen Wochen zunehmend von dunklen Wolken überschattet. Viele Dinge, die selbstverständlich für uns waren, haben sich verändert: unsere Gesundheit, unsere Arbeit, unsere Freizeit und sogar der Kontakt zur Familien und zu Freunden. Wir erfahren gerade am eigenen Leib: Nichts ist selbstverständlich.

 Auch uns, die Gezeiten Haus Klinikgruppe, stellt die Krise vor gewaltige Herausforderungen. Auf der einen Seite brauchen die Menschen, die bei uns behandelt werden oder zu uns kommen möchten, gerade jetzt unsere Hilfe und Unterstützung, unseren Rückhalt und unseren Trost; auf der anderen Seite haben wir die Aufgabe und Verantwortung, Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen.
Wir Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen, Therapeutinnen und Therapeuten wissen: Das, was kranke Seelen am besten gesunden lässt, sind heilsame Begegnungen und heilsame Beziehungen. Im Gezeiten Haus betreiben wir Begegnungsmedizin, das ist unser ganz zentraler Behandlungsansatz. Doch was jetzt von uns allen gefordert ist, um die weitere Verbreitung des Virus zu verhindern, sind Abstand und Kontaktarmut – Ebbe statt Flut.

Wir versuchen, diesen Spagat so gut und würdevoll wie möglich zu meistern. Bis jetzt haben wir keine Corona-Fälle zu verzeichnen, was der grandiosen Mitarbeit und Solidarität unserer Patientinnen und Patienten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken ist. Alle halten die Hygiene- und Abstandsvorschriften gewissenhaft ein und die Patientinnen und Patienten sind in engem und vertrauensvollem Austausch mit uns. Die Situation erfordert von allen viel Geduld und Selbstdisziplin, ein hohes Maß an Kommunikation und Solidarität.  Was schön zu beobachten ist: Es entsteht trotz (oder vielleicht wegen) des größeren räumlichen Abstandes zwischen den Menschen eine größere emotionale Nähe, gegenseitiges Kümmern und Achtsamkeit.

Ein englisches Sprichwort sagt „Every cloud has a silver lining“ – diese Silberstreifen am Horizont nicht zu übersehen, sie zu teilen und für sie dankbar zu sein, ist vielleicht etwas, das uns allen in dieser schweren Zeit helfen kann.

Falls Sie unsere Hilfe brauchen, nehmen Sie Kontakt mit unserem Beratungsbüro auf, wir werden versuchen, Ihnen wie gewohnt eine Behandlung bei uns zu ermöglichen.

Von Herzen

Ihre Chefärztinnen und Chefärzte & Teams